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Die Taucher vom Heinitzsee (12.04.2015)

Der Heinitzsee,

ein von 1914 bis 1916 mit Grundwasser gefluteter Kalksteintagebau mit 1000 Meter Länge, bis zu 70 Meter Wassertiefe und je nach Jahreszeit eine Unterwassersicht von bis zu 7 Metern - ein wahres Bade- und Taucherparadies in Rüdersdorf vor den Toren Berlins.

Schon in den 1950er- Jahren begannen die ersten Tauchsportenthusiasten mit für heutige Verhältnisse spartanischen Ausrüstungen die Unterwasserwelt des Heinitzsees zu erkunden.

Am 16. Juni 1960 wurde der Tauchsportclub mit Unterstützung der Zementwerke Rüdersdorf am Heinitzsee gegründet. Ein Presslufttauchgerät MEDI 713, bestückt mit zwei 3-Liter -Pressluftflaschen und ein "Trockentauchanzug" Marke "Pinguin" ,standen den Gründern des Clubs zur Verfügung. Die Befüllung der beiden Flaschen erfolgte bei TEGA Berlin. Das bedeutete für 20 Minuten tauchen musste man mit dem Motorrad nach Berlin, 

um Luft zu holen. Diese Situation verbesserte sich ab September 1961, als ein eigener Kleinkompressor angeschafft werden konnte. Mit dem Mitgliederzugang von Peter Scharf, Helmut Knobel und Fritz Kurkowski verbesserte sich die Situation fast schlagartig. Diese drei schon seit Jahren  im Tauchsport beheimateten neuen Mitglieder brachten das nötige Know-how mit, um die Ausbildung und gerätetechnische Ausrüstung der Clubmitglieder auf ein viel höheres Niveau zu stellen. Anfang der 1970er- Jahre war es dann mit dem Taucherparadies vorbei. Der See wurde zur weiteren Kalksteingewinnung wieder ausgepumpt. 

Wilfried Schubert

 

Die Bilder der Serie stammen aus den Archiven der Familie Scharf, Wolff und dem des Heimatvereins. Der Heimatverein ist dankbarer Abnehmer für weitere Fotos und Dokumente zu diesem Thema.

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