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Namensgeber


Es ist allgemein üblich, Straßen und Plätze auch nach Persönlichkeiten zu benennen. In einigen Städten und Ortschaften findet man Erläuterungstafeln unter den Straßenschildern, die etwas über den Namensgeber oder die Namensgeberin aussagen. Noch fehlen diese Zusatzschilder in Rüdersdorf. Daher möchten wir allen Interessierten auf diesem Wege Auskunft über die Menschen geben, nach denen in unserem Ort Straßen, Plätze und auch eine Brücke benannt worden sind.

 

 

 

Breitscheid, Rudolf (*02.11.1874 24.08.1944)

 

 

Breitscheid

Bild: Autor unbekannt, Büro des Reichstages: Reichstagshandbuch 1933

 

Nach erfolgreicher Verteidigung seiner Dissertation arbeitete er von 1898 bis 1905 als Redakteur bürgerlicher und liberaler Zeitungen. 1904 wurde Breitscheid in die Berliner Stadtverordnetenversammlung und gleichfalls in den Brandenburgischen Provinziallandtag gewählt.  Im Jahr 1912 trat er der SPD bei. Schließlich wechselte er 1917 zur USPD und gab das Organ Der Sozialist ab 1918 bis 1922 heraus. Von 1918 bis 1919 war er Preußischer Innenminister. 1922 kehrte Breitscheid zur SPD zurück. Er war Vorsitzender und außenpolitischer Sprecher der SPD-Reichstagsfraktion.

Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten emigrierte Breitscheid 1933 nach Frankreich, wurde 1940 verhaftet und der Gestapo ausgeliefert. Am 24. August 1944 wurde er nach einem Luftangriff auf Buchenwald tot aufgefunden.

Seit 1992 erinnert im Berliner Ortsteil Tiergarten eine der 96 Gedenktafeln für ermordete Reichstagsabgeordnete auch an Breitscheid.

Quelle: Wikipedia - Die freie Enzeklopädie

 

Curie, Marie Skłodowska

(*07.11.1867 †04.07.1934)

 

Marie Curie

Bild: Autor unbekannt, um 1920, Christies

 

Marie Curie war eine Physikerin und Chemikerin polnischer Herkunft, die in Frankreich wirkte. Sie untersuchte die Strahlung von Uranverbindungen und prägte für diese das Wort „radioaktiv“. Im Rahmen ihrer Forschungen, für die ihr 1903 ein anteiliger Nobelpreis für Physik und 1911 der Nobelpreis für Chemie zugesprochen wurde, entdeckte sie gemeinsam mit ihrem Ehemann Pierre Curie die chemischen Elemente Polonium und Radium.

Während des Ersten Weltkrieges widmete sie sich der Behandlung verwundeter Soldaten und entwickelte einen Röntgenwagen, der es ermöglichte, radiologische Untersuchungen in unmittelbarer Nähe der Front vorzunehmen. Sie beteiligte sich an der Qualifizierung der notwendigen Techniker und Krankenschwestern.

Nach dem Krieg engagierte sie sich in der Internationalen Kommission für Geistige Zusammenarbeit des Völkerbundes für bessere Arbeitsbedingungen von Wissenschaftlern.

Quelle: Wikipedia - Die freie Enzeklopädie

 

Engels, Friedrich (* 28.11.1820  †05. 08.1895)

 

Engels

Bild: George Lester um 1868, wikipedia

 

Engels war ein deutscher Philosoph, Gesellschaftstheoretiker, Historiker, Journalist und kommunistischer Revolutionär. Er entwickelte gemeinsam mit Karl Marx die heute als Marxismus bezeichnete Gesellschafts- und Wirtschaftstheorie.

Mit seiner einflussreichen Untersuchung „Die Lage der arbeitenden Klasse in England" (1845) gehörte Engels zu den Pionieren der empirischen Soziologie. Im Jahr 1848 verfassten Marx und Engels im Auftrag des Bundes der Kommunisten das Kommunistische Manifest.

Neben dem "Anti-Dühring" (1877) erfuhr vor allem die Kurzfassung „Die Entwicklung des Sozialismus von der Utopie zur Wissenschaft" (1880) starke Resonanz. Nach Marx’ Tod 1883 gab Engels den zweiten und den dritten Band von dessen Hauptwerk, „Das Kapital“ und „Kritik der politischen Ökonomie“ heraus.

Die Gefahr eines Weltkriegs in Europa sah er deutlich voraus und versuchte noch 1893 mit einer Artikelserie im" Vorwärts" einen Anstoß zur Reduzierung der stehenden Heere zu geben.

Quelle: Wikipedia - Die freie Enzeklopädie

 

Feuerbach, Ludwig Andreas

(*28.07.1804 †13.09.1872)

 

Feuerbach

Bild: Stich von August Weger, www.marxists.org/glossary

 

Feuerbach wurde in Landshut geboren. Er promovierte 1828 in Philosophie und lehrte bis 1832 als Privatdozent.

Durch seine Heirat 1837 finanziell abgesichert, trieb er zunächst naturkundliche Studien, schrieb  seine „Geschichte der neuen Philosophie“, arbeitete an den „Hallischen Jahrbüchern“ mit und verfasste eine Reihe von Rezensionen und Aufsätzen.

1841 erschien sein Hauptwerk "Das Wesen des Christentums". Mit diesem Werk profilierte er sich als Religionskritiker in ganz Deutschland und wurde damit zur intellektuellen Leitfigur.

Er stand in Verbindung mit verschiedenen politischen Vereinigungen, zog sich aber Anfang 1849 auf den Familiensitz zurück, von wo aus er voller Bitterkeit den endgültigen Zusammenbruch der Revolution in Europa verfolgte. Ab 1859 war er auf die Unterstützung von Freunden aus der Revolutionszeit und Ehrengaben angewiesen, die ihm und seiner Familie ein bescheidenes Auskommen sicherten.

Quelle: Wikipedia - Die freie Enzeklopädie

 

Fontane, Theodor (*30.12.1819 †20.09.1898)

 

Fontane

Bild: Gemälde von Carl Breitbach, Zenodot Verlagsgesellschaft mbH

 

Nach der Ausbildung als Apotheker und der Arbeit als Apothekergehilfe in Burg/Magdeburg, Leipzig, Dresden und in der Apotheke seines Vaters in Letschin (Oderbruch) erhielt Theodor Fontane 1847 die Approbation als Apotheker. Bereits während dieser Zeit veröffentlicht Fontane die ersten Gedichte.

Ab 1849 arbeitete er als freier Schriftsteller und Korrespondent in London. 1887 verbrachte Theodor Fontane einige Wochen in Rüdersdorf und besuchte in dieser Zeit den Apotheker  Seydel in der Redenstraße.

Seine bekanntesten Werke sind: Wanderungen durch die Mark, die Romane Effi Briest, Der Stechlin, Frau Jenny Treibel. Er veröffentlichte 250 Gedichte, u.a. John Maynard und Herr Ribbeck auf Ribbeck im Havelland.

Quelle: Wikipedia - Die freie Enzeklopädie

 

Goethe, Johann Wolfgang von (*28.08.1749 †22.03.1832)

 

Goethe

Bild: Gemälde von Karl Joseph Stieler 1828, Neue Pianokothek München

 

Goethe wurde in Frankfurt/Main geboren. Er war Jurist, Dichter, Schriftsteller, Naturwissenschaftler und Staatsmann. Er verfasste Dramen, Gedichte, erzählende Werke, naturwissenschaftliche Schriften, sowie Beiträge zur Optik und zur Farbenlehre.

 

Werke (Auswahl): Die Leiden des jungen Werthers , Egmont, Faust, Wilhelm Meisters Lehrjahre, Der Erlkönig,

Quelle: Wikipedia - Die freie Enzeklopädie

 

Gutenberg, Johannes

(*um 1400 †03.02.1468)

 

 

Gutenberg

Bild: Maler unbekannt, Michael Schönitzer "Die großen Deutschen im Bilde" 1936

 

Gutenberg wurde in Mainz geboren. Er gilt als Erfinder des modernen Buchdrucks.

Die Verwendung von beweglichen Lettern ab 1450 revolutionierte die herkömmlichen Methoden der Buchproduktion. Sein Buchdruck breitete sich schnell in Europa und später in der ganzen Welt aus.

Sein Hauptwerk, die Gutenberg-Bibel, zwischen 1452 und 1454 entstanden, wird allgemein für ihre hohe ästhetische und technische Qualität gerühmt. 1997 wurde Gutenbergs Buchdruck vom US-Magazin Time-Life zur bedeutendsten Erfindung des zweiten Jahrtausends gewählt. 1999 kürte das amerikanische A&E Network den Mainzer zum „Mann des Jahrtausends“.

Quelle: Wikipedia - Die freie Enzeklopädie

 

Heine, Heinrich (*13.12.1797 †17.02.1856)

 

Heine

Bild: Draft 1837, Deutscher Musenalmanach 1837

 

Heinrich Heine war Dichter, Schriftsteller und Publizist. Er verfasste Lyrik, politisch-satirische Schriften, Feuilletons und Reiseberichte.

Wegen seiner jüdischern Herkunft und seines politischen Engagements wurde er häufig angefeindet, er lebte seit 1831 im Exil in Paris.

Werke (Auswahl): Reisebilder u. a. Die Harzreise, Gedichte u. a. Deutschland ein Wintermärchen

Quelle: Wikipedia - Die freie Enzeklopädie

 

Heinitz, Friedrich Anton von  

(*14.05.1725 † 15.05.1802)

 

 

Heinitz

Bild: Gemälde Anton Graff 1772, Gemäldegalerie Alte Meister Dresden

 

Friedrich Anton von Heinitz wurde im sächsischen Dröschkau geboren und früh von seinem Vater für einen bergmännischen Beruf vorgesehen. Zunächst stand er ab 1746 in herzöglich-braunschweigischen Diensten, dann ab 1763 in kursächsischen, wo er umfassende Reformen im Bergbau tätigte. Nach langen Verhandlungen nahm er 1777 das Amt eines preußischen Staatsministers an und war u.a. für das Berg- und Hüttenwesen zuständig. Noch im gleichen Jahr bereiste er Rüdersdorf und initiierte hier eine Modernisierung des Bergbaus, den man nun bis auf das Niveau des Grundwassers ausdehnte. Zur Erleichterung des Kalksteintransports wurden schiffbare Kanäle in die Brüche gezogen und schienengeführte Förderwagen (Hunte) eingeführt. Zudem erhöhte der Einsatz von Schießpulver die Fördermenge von Kalkstein erheblich. Heinitz betrachtete den Bergbau als wissenschaftliche Disziplin und ließ den Tagebau vermessen sowie neue Lagerstätten fachmännisch erkunden. Für die sozialen Belange der Bergleute wurden Knappschafts- und Sozialkassen eingerichtet. Junge, im Bergbau tätige Leute ließ Heinitz fachspezifisch ausbilden.

Lit.: Schellhas, Walter: Art. >Heynitz, Friedrich Anton v.

 

 Kollwitz, Käthe (*08.07.1867  †22.04.1945)

 

Kollwitz 2

Bild: Robert Sennecke, Österreichische Nationalbibliothek

 

Käthe Kollwitz, geborene Schmidt, kam in Königsberg zur Welt. Sie studierte an den verschiedensten Bildungsstätten für Kunst in Königsberg, München und Berlin.

1891 heiratete sie den Arzt Karl Kollwitz und zog mit ihm in den Arbeiterbezirk Prenzlauer Berg. 1914 fiel ihr Sohn Peter in Flandern. Dieser Verlust brachte sie in Kontakt mit dem Pazifismus und den Sozialisten.

1919 wurde sie zur Professorin ernannt und war damit als erste Frau Mitglied der Preußischen Akademie der Künste. 1933 wurde sie wegen ihres politischen Engagements zum Austritt gezwungen.

Als Grafikerin, Malerin und Bildhauerin entwickelte sie mit ihren ernsten Lithografien, Kupferstichen, Radierungen und Holzschnitten einen stilübergreifenden Kunststil. Für ihr Schaffen erhielt sie zahlreiche Ehrungen. Ihre Arbeiten sind in Gedenkstätten, Museen, Ausstellungen und Privatsammlungen zu finden.

Quelle: Wikipedia - Die freie Enzeklopädie

 

Külz, Wilhelm Leopold Friedrich

(*18.02.1875 †10.04.1948)

 

Dr. Külz

Bild: Abraham Pisarek, Deutsche Fotothek

 

Külz stammte aus einer sächsischen Pfarrersfamilie, studierte Rechts- und Staatswissenschaften an den Universitäten Leipzig und Tübingen und promovierte zum Dr. sc. pol. Von 1901 bis 1933 wirkte er vorwiegend als Kommunalpolitiker und war von 1922 – 1932 Abgeordneter des Deutschen Reichstages. Am 09.02.1931 wurde Külz zum Oberbürgermeister von Dresden gewählt. Als er es im März 1933 ablehnte, die Hakenkreuzflagge auf dem Rathaus zu hissen, wurde er des Amtes enthoben. 1935 zog er nach Berlin, arbeitete als Rechtsanwalt und Mitarbeiter von Wirtschaftsverbänden und pflegte Kontakte zu verschiedenen Widerstandskreisen.

Mitte Juni 1945 gehörte er in Berlin zum Gründerkreis der Liberal-Demokratischen Partei Deutschlands und wurde im November desselben Jahres deren Vorsitzender. Am 17.03.1947 wurde er gemeinsam mit Theodor Heuss zum Vorsitzenden der Liberal-Demokratischen Partei Deutschlands gewählt.

Gemeinsam mit Otto Nuschke(CDU) und Wilhelm Pieck(SED) übernahm er den Vorsitz des Deutschen Volksrates, des Vorläufers der späteren DDR-Volkskammer. Ab 1945 war er Herausgeber der LDPD-Zeitung "Der Morgen".

Durch zahlreiche Namensgebungen, nicht nur an seinen Wirkungsstätten, wurde Dr. Wilhelm Külz geehrt.

Quelle: Wikipedia - Die freie Enzeklopädie

 

Künstler, Franz (*13.05.1888 †10.09.1942)

 

Künstler

Bild: Autor unbekannt, Büro des Reichstages Reichtagshandbuch 1920

 

Franz Künstler war ein deutscher Gewerkschaftler, Politiker der SPD, der USPD und Widerstandskämpfer.

Nach seiner Ausbildung als Maschinenschlosser trat er mit 18 Jahren in die SPD ein.

Er beteiligte sich an verschiedenen Antikriegsdemonstrationen, war bis 1918 Soldat und nach seiner Rückkehr trat er der USPD (Unabhängige SPD) bei.

Von 1919 bis 1920 war Künstler Stadtverordneter in Neukölln.

1922 kehrte er mit dem größten Teil der USPD-Mitglieder zur SPD zurück.

Künstler war von 1920 bis Mai 1924 und von Dezember 1924 bis 1933 Abgeordneter des Reichstages. Nach dem Verbot der SPD am 22. Juni 1933 wurde er verhaftet, inhaftiert, misshandelt und im Berliner Polizeipräsidium Alexanderplatz, dem Gefängnis Spandau, dem Konzentrationslager Oranienburg und schließlich in dessen Nebenlager Blumberg festgehalten.

Nach der Entlassung im September 1934 arbeitete er als Maschinenschlosser.

Obwohl schwer erkrankt, wurde Franz Künstler erneut 1935 von Gestapo-Beamten festgenommen. Zwischen seinen Inhaftierungen versuchte er auch mit den illegal arbeitenden KPD-Mitgliedern ins Gespräch zu kommen.

Am 10. September 1942 brach Franz Künstler völlig erschöpft auf offener Straße tot zusammen.

Seine Beerdigung gilt als „die letzte Massendemonstration“ gegen den Nationalsozialismus.

Quelle: Wikipedia - Die freie Enzeklopädie

 

Lessing, Gotthold Ephraim (* 22.01.1729 † 15. 02.1781)

 

Lessing

Bild: Gemälde Anna Rosina Lisiewaska 1767/68, Gleimhaus Halberstadt

 

Lessing war ein bedeutender Dichter der deutschen Aufklärung. Mit seinen Dramen und seinen theoretischen Schriften, die vor allem dem Toleranzgedanken verpflichtet sind, hat dieser Aufklärer der weiteren Entwicklung des Theaters einen wesentlichen Weg gewiesen und die öffentliche Wirkung von Literatur nachhaltig beeinflusst.

Er verfasste zahlreiche Gedichte, Fabeln und Dramen, wie z.B. Minna von Barnhelm und Nathan der Weise. Lessing ist der erste deutsche Dramatiker, dessen Werk bis heute ununterbrochen in den Theatern aufgeführt wird.

Quelle: Wikipedia - Die freie Enzeklopädie

 

Liebknecht, Karl  (* 13.08. 1871 † 15. 01.1919 )

 

Liebknecht

Bild: G.G. Bain, Library of Congress

 

Er war der zweite von fünf Söhnen Wilhelm Liebknechts und dessen zweiter Ehefrau Natalie. Der Vater gehörte ab den 1860er Jahren zu den Gründern und bedeutendsten Anführern der SPD und ihrer Vorläuferparteien. Karl wurde in der Thomaskirche evangelisch getauft. Seine Taufpaten waren Karl Marx und Friedrich Engels. Im Jahre 1893 schloss er sein Studium der Rechtswissenschaften erfolgreich ab.

Liebknecht war ein prominenter Marxist und Antimilitarist zu Zeiten des Deutschen Kaiserreiches. Seit 1900 Mitglied der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands, war er von 1912 bis 1916 einer ihrer Abgeordneten im Reichstag, wo er den linksrevolutionären Flügel der SPD vertrat. 1916 wurde er aufgrund seiner Ablehnung der Burgfriedenspolitik aus der SPD-Fraktion ausgeschlossen und wenig später wegen „Kriegsverrat“ zu vier Jahren Zuchthaus verurteilt. Nach etwa zwei Jahren Haft kam es knapp drei Wochen vor dem Ende des Ersten Weltkrieges zu seiner Freilassung. Während der Novemberrevolution rief Liebknecht am 9. November 1918 vor dem Berliner Schloss eine „freie sozialistische Republik“ aus. Zum Jahreswechsel 1918/19 war Liebknecht einer der Gründer der Kommunistischen Partei Deutschlands. Kurz nach der Niederschlagung des Berliner Januaraufstands wurden er und Rosa Luxemburg von Freikorps-Offizieren ermordet.

Quelle: Wikipedia - Die freie Enzeklopädie

 

Lübkes, Peter Matthias  

(*1842   †21.12.1916)

 

Peter Lübkes

Bild: Autor unbekannt, Archiv Rüdersdorfer Heimatfreunde

 

Peter Lübkes kam 1865 nach Rüdersdorf und wurde 1886 zum Gemeindevorsteher gewählt. Dieses Amt hatte er fast 30 Jahre lang inne. In seiner Amtszeit nahm Rüdersdorf durch viele wichtige Bauten wie Amtsgerichtsgebäude, Schulhaus, Postamt, um nur einige zu nennen, einen beachtlichen Aufschwung. Die erste Brücke über den Kalkgraben wurde errichtet, die Straße nach Schöneiche wurde gebaut und schließlich erfolgte über die Straßenbahnanbindung von Rüdersdorf der noch heute wichtige Anschluss an die Hauptstadt. Die Rüdersdorfer liebten ihren Gemeindevorsteher, der für die großen und kleinen Sorgen aller Einwohner stets ein offenes Ohr hatte. Zu seinem 70. Geburtstag flochten ihm die Mädchen der Kalkberger Schulen eine 400 m lange Blumengirlande. Peter Lübkes verstarb am 21.12.1916. Er wurde auf den Friedhof der Kirche Kalkberge unter großer Anteilnahme der Rüdersdorfer beigesetzt. Leider blieb sein Grab nicht erhalten. Nach ihm wurden die alte und die neue Brücke über den Kalkgraben benannt.

 

 

Meyer, Richard (*04.04.1898 †??.09.1933)

 

Attrappe

 

Er war parteilos und im Depot der Rüdersdorf-Schöneicher Straßenbahn beschäftigt. Aktiv beteiligte er sich an Flugblattaktionen gegen den Faschismus. Er wurde von Faschisten verschleppt und ermordet.

 

Müller, Willi (*29.08.1900 †15.10.1932)

 

Willi Müller

 

Er war Mitglied der KPD und später aktives Mitglied des Roten Frontkämpferbundes (RFB) in Rüdersdorf. Von SA-Schergen wurde er bei einer Auseinandersetzung in der Kaiserstraße, der heutigen Ernst-Thälmann-Straße, erschlagen.

 

Nuschke, Otto Gustav (* 23.02.1883 † 27.12.1957)  

 

 

Nuschke

Bild: Autor unbekannt, Konrad Adenauer Stiftung

 

Otto Nuschke erlernte bei seinem Vater das Buchdruckerhandwerk.

Ab 1916 war er Chefredakteur der Berliner Volkszeitung. Nuschke, der evangelischen Glaubens war, gehörte der   Weimarer Nationalversammlung an. Von 1921 bis 1933 war er Mitglied des Preußischen Landtages.

Nach dem Scheitern des Attentats auf Adolf Hitler am 20. Juli 1944 musste er untertauchen und lebte bis Kriegsende in der Illegalität.

1945 war Otto Nuschke Mitbegründer der CDU in der Sowjetischen Besatzungszone.

Im März 1948 übernahm er gemeinsam mit Wilhelm Pieck (SED) und Wilhelm Külz  (LDPD) den Vorsitz des Deutschen Volksrates, der die Verfassung der DDR ausarbeitete. 1949 wurde er Mitglied der Provisorischen Volkskammer der DDR.

Nuschke war von 1949 bis zu seinem Tode stellvertretender Ministerpräsident der DDR.

Sein Grab befindet sich auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in Berlin.

Quelle: Wikipedia - Die freie Enzeklopädie

 

Puschkin, Alexander Sergejewitsch (*06.06.1799 †10.02.1837)  

 

Puschkin

Bild: Orest Kiprenski, Tretjakow - Galerie

 

Schriftsteller, russischer Nationaldichter, Gründer der neuen russischen Literatursprache

Politische Epigramme, Gedichte, Märchen, Balladen, Kritiken

Werke (Auswahl): Boris Godunow, Eugen Onegin, Pique Dame, Der Postmeister

Viele seiner Werke wurden vertont, u. a. Eugen Onegin und Pique Dame von Tschaikowski, Der geizige Ritter von Rachmaninow, Boris Godunow von Mussorgski.

Quelle: Wikipedia - Die freie Enzeklopädie

 

Schiller, Friedrich von (*10.11.1759 †09.05.1805)

 

Schiller

Bild: Gemälde Anton Graff, Theo Piana: Friedrich Schiller Volksverlag Weimar 1957

 

Arzt, Philosoph, Historiker, bedeutender Dramatiker, er schrieb zahlreiche Bühnenklassiker.

Schiller gehört neben Goethe, Herder und Wieland zu den vier Weimarer Klassikern.

Werke (Auswahl): Die Räuber, Kabale und Liebe, Don Carlos, Maria Stuart, Wilhelm Tell, Wallenstein

Balladen: Die Bürgschaft, Das Lied von der Glocke, Der Taucher, Der Handschuh

Zahlreiche Gedichte und Dramen wurden vertont, u. a. Ode an die Freude von Beethoven, Don Caros von Verdi

Quelle: Wikipedia - Die freie Enzeklopädie

 

Schröer, Hans (*05.07.1899 †11.05.1932)

 

 

Attrappe

 

Er war von Beruf Schlosser und Mitglied der KPD in Rüdersdorf.

Von SA-Schergen angeschossen und schwer verletzt, verstarb er am 11.05.1932.

 

Schumann, Clara geb. Wieck

(*13.09.1819 †20.05.1896)

 

 

Schumann

Bild: Gemälde Franz von Lehnbach, www.xs4all.nl

 

Clara Schumann war eine in Europa gefeierte Klaviervirtuosin. Ihren ersten öffentlichen Auftritt hatte sie bereits 1828 im Gewandhaus. Hervorragend interpretierte sie die Klaviermusik von J. Brahms, F. Chopin, L. v. Beethoven und besonders die ihres Mannes Robert Schumann. Sie vertonte Gedichte von H. Heine und F. Rückert, komponierte unzählige Stücke, unternahm Konzertreisen in zahlreiche Länder und lehrte am Konservatorium in Frankfurt/Main. Für ihre Zeit hatte sie eine außergewöhnliche Stellung. Sie bestand neben Liszt, Chopin und Kalkbrenner. Deshalb genoss sie hohes Ansehen.

Quelle: Wikipedia - Die freie Enzeklopädie

 

Striegelski, Hans (*? †?)

 

Attrappe

 

Hans Striegelski gehörte zur Widerstandsorganisation Anton Saefkow und war Verbindungsmann zur illegalen Gruppe der KPD in Rüdersdorf. Im Februar 1945 wurde er verhaftet und im Zuchthaus Brandenburg-Görden hingerichtet.

 

Thälmann, Ernst (* 16.04. 1886 † 18.08. 1944)

 

Thälmann

Bild: Autor unbekannt, Bundesarchiv Bild 102-12940/CC-BY-SA

 

Thälmann war ein deutscher Politiker der Weimarer Republik. Er gehörte von 1924 bis 1933 dem Reichstag an. Als Parteivorsitzender führte er die KPD von 1925 bis zu seiner Verhaftung durch die Gestapo im Jahr 1933. Er war kommunistischer Kandidat für die Reichspräsidentenwahlen von 1925 und 1932. Schon 1932 warnte er: „Wer Hindenburg wählt, wählt Hitler, wer Hitler wählt, wählt den Krieg.“ Als der NSDAP am 30. Januar 1933 die Macht übertragen wurde, schlug Thälmann der SPD einen Generalstreik vor, um Hitler zu stürzen, doch dazu kam es nicht mehr. Seine Verhaftung erfolgte am 3. März 1933, zwei Tage vor der Reichstagswahl März 1933 und einige Tage nach dem Reichstagsbrand. Thälmann wurde im August 1944, nach über elf Jahren Einzelhaft, auf direkten Befehl Adolf  Hitlers im KZ Buchenwald erschossen.

Quelle: Wikipedia - Die freie Enzeklopädie

 

Zille, Heinrich Rudolf

(*10.01.1858 †09.08.1929)

 

 

Zille

Bild: Selbstporträt 1922, Deutsche Fotothek

 

Zille wurde in Radeburg bei Dresden geboren. Er war ein deutscher Grafiker, Maler und Fotograf. In seiner Kunst bevorzugte „Pinselheinrich“ Themen aus dem Berliner Volksleben, das er ebenso lokalpatriotisch wie sozialkritisch darstellte. Zille gehört zu den Berliner Originalen und erreichte mit seinen Zeichnungen sowohl das gehobene Bürgertum als auch das „normale Volk“.

Seine Kindheit und Jugend war nicht unbeschwert. 1867 flüchtete die Familie vor den Schuldeneintreibern nach Berlin. Heinrich musste als Schulkind durch Botendienste Geld für den Familienunterhalt hinzu verdienen.

Nach Abschluss seiner Studien arbeitete Zille zunächst in den unter-schiedlichsten Betrieben, zeichnete Damenmoden, Kitsch- und Werbemotive.  Zu seinem Vergnügen oder gegen einen Obolus porträtierte er Arbeitskollegen.  1877 bekam er dank seiner umfassenden Vorkenntnisse eine Anstellung als Geselle bei der „Photographischen Gesellschaft Berlin“, bei der er dreißig Jahre lang beschäftigt bleiben sollte. In seinen Berufsjahren verfeinerte der Perfektionist Zille sein grafisches Talent, denn es war ihm wichtig, in seinem Brotberuf so gut wie möglich zu sein.

Quelle: Wikipedia - Die freie Enzeklopädie